Mittwoch, 30. März 2011
Woher kommen sie alle, die vielen unbekannten Schüler?
Eigentlich wollte ich heute ausruhen und nur mein Durcheinander auf dem Pult etwas ordnen. Doch keine 5 Minuten vergingen, ohne dass die Glocke mich rausrief. So entschloss ich, doch ins APC zu gehen. Und dort dasselbe: 2 Männer wollen Steine verkaufen, Frauen trugen grosse Tonkrüge auf dem Kopf und wollten sie dem APC verkaufen, 3 ganz verlotterte Jungen kamen mit schönen Wurzeln und wollten sie dem Zeichnungslehrer verkaufen, eine kugelrunde Donna rollte herein und wollte Geld , da sie kein Essen mehr habe, der Jugendofficer torkelte dem Haag entlang und bat um etwas Geld für ein Bier..und so wäre es sicher den ganzen Morgen weitergegangen, hätte die Sekretärin nicht einen Jungen am Eingang mit einem Plakat engagiert, worauf zu lesen war: APC ist bankrott, wir müssen es verkaufen. Da endlich kehrte etwas Ruhe ein. Der Norden Namibias ist so überflutet, dass viele Menschen in die Städte runterkommen und bei Verwandten Unterschlupf suchen, auch wenn es nur eine kleine Ecke in einer Blechhütte ist. Doch beim Schlefen bleibt es ja nicht; denn diese "Wasserflüchtlinge" müssen auch essen, und da reicht bei vielen das Geld nicht mehr. Kinder kommen zu mir und bitten um Aufnahme; denn ihr Bett sei schon zu voll von Verwandten besetzt...Das Sprichwort : "In Afrika we share!" wird nun überstrapaziert.
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